Heute fiel mir beim Bibellesen eine Stelle aus den Sprüchen ins Auge:
Wer auf das Gute aus ist, sucht Wohlgefallen; wer aber
nach Bösem trachtet, über den wird es kommen.
Sprüche 11,27
"Wer auf das Gute aus ist", darin sehe ich jemanden, der
sich dabei richtig Mühe gibt, Gutes zu tun. Er tut nicht nur
Gutes, wenn es ihm keine Mühe macht, sondern auch dann, wenn er
persönlich keinen Vorteil davon hat. Interessant ist die
Folgerung, die hier gezogen wird: er "sucht Wohlgefallen".
Während er Guten tut, erntet er zugleich Ansehen.
Die Gegenüberstellung mit dem, der "nach dem Bösen
trachtet" ist spannend: Letzterer erntet genau das, was er
gesät hat.
So bekommt letztlich jeder das, was er sät: Dem, der Gutes tut,
wird dieses mit "Wohlgefallen" (ich würde sagen
"Ansehen") belohnt, wer aber Böses tut, bekommt auch
prompt die Quittung (Oder, wie es ein Sprichwort gut
zusammenfaßt: Wie man in den Wald hineinruft, so hallt es
heraus).