Gott gehabt!

Fahrprüfung

Am einem Montag Mittag hatte ich meine Fahrprüfung. Es goß in Strömen, aber ich dachte: "Mit Gottes Hilfe krieg ich das schon hin." Deswegen machte ich mir auch wenig Gedanken, sondern ich betete zum HERRN, daß er mir helfen sollte. Da ich mit Bus und Bahn fuhr, war ich eine dreiviertel Stunde eher da. Weil es draußen sehr stark regnete, ging ich in die DEKRA und setzte mich in den Empfang. Die Dame dort fragte mich, was ich denn wolle, und ich sagte, daß ich um 12 Uhr meine Fahrprüfung hätte und daß ich noch warten mußte. Da das Telefon ständig klingelte, und auch öfters mal Leute reinkamen, die ich begrüßte, wurde ich schon etwas genervt. Deswegen ging ich auf Toilette. Dort angekommen, zog ich meine anderen Schuhe an, und bereitete mich auf die Prüfung vor, das heißt, ich betete und las noch einmal den Psalm 121. Dann war die Zeit ran, und ich ging raus. Draußen sah ich schon das Fahrschulauto einfahren. So ging ich raus. Ich bedachte aber nicht, daß es ja noch eine Nachbesprechung gab. Deswegen stand ich sprichwörtlich "im Regen". Nach einer Weile kam der Vorgänger Fahrschüler raus, und ich konnte einsteigen. Nachdem ich mich ausgewiesen und 79,70 EUR bezahlt hatte, ging es los. Es goß ja immer noch in Strömen, vermengt mit etwas Schnee, und da der Scheibenwischer an war, dachte ich mir nichts weiter und fuhr los. Was mir an der 2. Ecke auffiel- Gott sei Dank!- war, daß ich vergessen hatte, das Licht anzuschalten. Das tat ich schnell noch, und fuhr dann weiter mit dem Gedanken: "Das war`s jetzt! Durchgefallen!" Aber es ging weiter. Dann bemerkte ich, daß die Scheibenwischer zu wenig wischten. Ich wußte aber nicht mehr, wie das einzustellen ging. Nach einer Weile probierte ich es einfach. Und tatsächlich- Gott sei Dank!- es funktionierte! So sah ich wenigstens die Straße wieder :-) Ich fuhr also frohen Mutes weiter. Richtung Autobahn. Wir fuhren aber dran vorbei. Nach einer Weile mußte ich links abbiegen an einer Vorfahrtsstraße. Ich schaute, und da kein Auto kam, fuhr ich los. Kaum auf der Kreuzung, schaute ich nach links, und sah ein Auto näherkommen. Ich bremste also, schaute noch einmal, ob nicht etwa ein anderes Auto von gegenüber kam, und als nichts kam, fuhr ich weiter. Schon hatte ich wieder das Gefühl, durchgefallen zu sein und hörte schon fast das: "Bitte mal rechts ranfahren!", aber wieder geschah: NICHTS. Dann mußte ich einparken. In der Fahrschule ging es immer wunderbar, aber durch meine Aufregung brauchte ich etwas länger, weil ich nicht ganz bis zum Ende einschlug. Aber dann stand ich doch sehr gerade da. Dann ging es weiter, und nach einer Weile kam mir wieder alles etwas bekannter vor. Auf den letzten Metern erwischte es mich doch: ich spritzte quer über den Rad- und Fußweg. Gott sei Dank stand da niemand. Dann sind wir angekommen. Der Prüfer sagte: "Nun bleibt nur noch zu sagen: Sie haben bestanden!" Ich dachte, er sagt jetzt: "War ja ganz nett, aber das war`s jetzt. Durchgefallen!" Dann sagte er, was ihm an meiner Fahrt mißfiel: Dann sagte er auch, was ich auch an anderen Stellen gut gemacht hatte. Das war auch eine ganze Menge. Tja, dann gab er mir meinen Führerschein. Ich konnte es noch gar nicht fassen! So bleibt mir nur zu sagen: Dankeschön, Gott, daß du mir diesen Führerschein geschenkt hast! Ohne dich wär das wohl nichts geworden. Ich verehre dich! AMEN. Und danke auch an all die Menschen, die gebetet und an mich gedacht haben!

Uta