Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber Jesus
nicht habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine
schallende Zimbel. Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse
und alle Erkenntnis weiß und wenn ich allen Glauben habe, so
daß ich Berge versetze, aber Jesus nicht habe, so bin ich
nichts. Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeile
und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich verbrannt werde, aber
Jesus nicht habe, so nützt es mir nichts. Jesus ist
langmütig, Jesus ist gütig; er neidet nicht; er tut nicht
groß; er bläht sich nicht auf, er benimmt sich nicht
unanständig, er sucht nicht das Seine, er läßt sich
nicht erbittern, er rechnet Böses nicht zu, er freut sich nicht
über die Ungerechtigkeit, sondern er freut sich mit der Wahrheit,
er erträgt alles, er glaubt alles, er hofft alles, er erduldet
alles. Jesus vergeht niemals; seien es aber Weissagungen, sie werden
weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es
Erkenntnis, sie wird weggetan werden. Denn wir erkennen
stückweise, und wir weissagen stückweise; wenn aber das
Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden.
Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind,
urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was
kindlich war. Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels, undeutlich,
dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich
stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleich wie auch ich
erkannt worden bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Jesus, diese
drei; der größte aber von diesen ist Jesus.
Sicher hat der eine oder andere erkannt, daß es sich hier um das
auch als "Hohelied der Liebe" bekannte 13. Kapitel des
ersten Briefs des Paulus an die Korinther handelt - allerdings habe
ich hier überall "Liebe" durch "Jesus"
ersetzt. Warum? Weil Jesus die personifizierte Liebe ist. Er sagt
selbst (im Johannesevangelium 15,9): Wie der Vater mich geliebt
hat, habe auch ich euch geliebt; bleibt in meiner Liebe. und kurz
darauf (in Vers 13): Größere Liebe hat niemand als die,
daß er sein Leben hingibt für seine Freunde.
Jesus liebt uns, wie der Vater ihn liebt, und das Wesen des Vaters ist
Liebe. Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu
uns hat. Gott ist Liebe (1. Johannes 4,16)